Immobilien, Schweiz, Nachhaltigkeitsstrategie
Schweizer Totalunternehmer

Smarte Fakten und einen klaren Blick in die Zukunft

Ausgangslage

Im Schweizer Hochbau verschieben sich die Kriterien, nach denen Aufträge vergeben werden. Die öffentliche Hand fordert immer detailliertere ökologische Vorgaben. Pensionskassen und Banken verlangen von ihren Lieferanten zunehmend belastbare Nachweise. Für einen grossen Totalunternehmer, der Projekte im dreistelligen Millionenbereich realisiert, kann das über den Zugang zu lukrativen Mandaten entscheiden. Wer die geforderten Kriterien nicht belegen kann, fällt aus der Auswahl, bevor das eigentliche Angebot steht.

Wer neue Anforderungen (regulatorisch) insbesondere aber auch künftige Entwicklungen früh in die eigene Geschäfts­entwicklung einbezieht, stärkt seine Position und muss später nicht unter Druck reagieren. Hier gilt es, unternehmerische Entscheidungen zur Weiterentwicklung zu treffen, die oft klassische Managementkompetenzen übersteigen.

Herausforderung

Das hier vorgestellte Unternehmen hatte die notwendige Substanz: Referenzprojekte mit höchsten ökologischen Standards inklusive des notwendigen fachlichen Know-Hows und eine über Jahrzehnte gewachsene regionale Verankerung in der Schweizer Baubranche. Was fehlte, war die strategische Planung und Struktur, um diese Substanz im Markt zu zeigen und unternehmerisch zu nutzen.

Die meisten Zertifikate und Labels die bis zu diesem Zeitpunkt genutzt wurden, erfüllen eine formale Vorgabe. Viele Anbieter und Mitbewerber erreichen sie, und sie sagen wenig über die tatsächliche Umsetzung im Unternehmen aus. Ihr Nutzen für Kunden und Partner bleibt darum beschränkt. Den eigentlichen Hebel bietet eine klare Ausrichtung, die zeigt, wofür das Unternehmen steht, warum es das tut und welchen konkreten Nutzen das für sich und seine Stakeholder hat.

Lösung

Wir haben den strategischen Fokus zu einem zusammenhängenden Rahmen geschärft, getragen von drei Stossrichtungen rund um die Themen nachhaltiges Bauen, regionale Verankerung und Arbeitgeberattraktivität. Darauf aufbauend haben wir einzelne Handlungsfelder vertieft, Ziele präzisiert und in Aussagen übersetzt, die das Unternehmen gegenüber Auftraggebern einsetzen kann. Nach innen entstanden langfristige Ziele und Umsetzungspläne im Einklang mit der Unternehmensstrategie. Nach aussen wurden unter anderem ein GRI-konformer Bericht entwickelt, ausgerichtet auf die Anforderungen von Ausschreibungsunterlagen und relevanten Kundeninformationen. Dies unterscheidet diesen spezifischen Fall von den meisten GRI-Berichten, die sich oft sehr stark auf Informationen für staatliche Akteure, Investoren und Banken fokussieren. Den gemeinsam entwickelten strategischen Rahmen haben wir zudem auf ein einziges verständliches Bild gebracht. Diese Strategievisualisierung gibt den Mitarbeitenden eine gemeinsame Linie und macht Auftraggebern auf einen Blick nachvollziehbar, wofür das Unternehmen steht.

Impact

In Ausschreibungen, in denen ökologische und gesellschaftliche Kriterien ausschlaggebend sein können, tritt das Unternehmen glaubwürdig auf, belegt die eigene Leistung und verliert dabei die eigenen Unternehmensziele nicht aus dem Blick.

Dieselbe Struktur, die in Ausschreibungen Glaubwürdigkeit schafft, wirkt auch nach innen und in den Markt: Sie macht das Unternehmen für qualifizierte Fachkräfte sichtbarer, stärkt regionale Partnerschaften und schärft das Profil im Cross-Selling. Für die Bauherren zählt zudem ein direkter geschäftlicher Effekt. Energieeffiziente und kreislauffähige Baukonzepte sichern den Werterhalt und senken die Betriebskosten von Immobilien, die über Jahrzehnte genutzt werden.

Bei der Frage der konkreten Erfolge dieser Massnahmen bei Mandaten muss man ehrlich sagen, dass bei Projekten dieser Grössenordnung sich ein einzelner Zuschlag selten auf ein Kriterium zurückführen lässt. Die geschaffenen «Leuchttürme» mit klaren Zielen und konkreten Massnahmen tragen jedoch dazu bei, dass das Unternehmen seine Positionierung in diesem dynamischen Wettbewerb früh sichert und ausbaut.

Leistungsumfang Nuovia

  • Strategischer Rahmen für nachhaltiges Bauen (Strukturierung und Vertiefung einzelner Handlungsfelder)
  • Roadmap für die operative Umsetzung inkl. Ziele und Massnahmen
  • Dashboard und Datenmanagement für die kontinuierliche Steuerung
  • Interne Trainings und Befähigung der Mitarbeitenden
  • GRI-konformer Nachhaltigkeitsbericht
  • Strategievisualisierung (der strategische Rahmen auf einem Bild)

Häufige Fragen

Zertifikate erfüllen eine formale Vorgabe, die inzwischen viele Anbieter nutzen. Sie sagen wenig darüber aus, wie ein Unternehmen das Thema in Projekten umsetzt. Eine gut durchdachte strategische Ausrichtung zu ökologischen Fragestellungen, Chancen und Herausforderungen kann dazu beitragen, Glaubwürdigkeit und Kompetenz zu diesen Themen zu schärfen, zu vermitteln und die Frage zu beantworten, welchen ökologischen und wirtschaftlichen Nutzen das für dessen Kundengruppen hat.

Die Anforderungen werden detaillierter und Standardzertifikate wie von EcoVadis reichen zunehmend nicht mehr als Differenzierungsfaktor. Gefragt sind belegbare Angaben zu Klima- und ökologischen Zielen und deren Implementierung sowie Kompetenzen des Unternehmens bei der konkreten Umsetzung. Ein GRI-konformer Bericht, der auch auf die Anforderungen von Kunden ausgerichtet ist, kann ein möglicher Weg sein, standardisierte Angaben zu liefern und sich gleichzeitig zu differenzieren.

Er belegt Ziele, Massnahmen und Fortschritte nach einem international anerkannten Standard. Im beschriebenen Fall wurde der Bericht bewusst auf diejenigen Angaben ausgerichtet, die Kunden wirklich interessieren (“Was bringt das für mich und meine Ziele?”) und in Ausschreibungsunterlagen abgefragt werden.

Dabei sollte immer darauf geachtet werden, dass “Reporting” grundsätzlich einen Blick in die Vergangenheit wirft. Kundenansprache sollte deswegen immer von guter Nachhaltigkeitskommunikation flankiert werden, die den künftigen Nutzen für Zielgruppen hervorhebt.

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